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Das Jamgon Kongtrul Altenheim
in Kalimpong/Nordindien
Ein
Projekt des Paramita Charitable Trust in Indien
Jamgon Kongtrul IIIrd Memorial Home
8th Mile, Lower Bridle Road, P.O. Kalimpong, Distt. Darjeeling, West Bengal
743301, India
Tel: 0091 3552 255681
Die Altersversorgung in Indien
Die soziale Absicherung in Indien wird nicht wie in Europa von staatlicher Seite
geregelt, sondern innerhalb der Familien. Die alten Menschen werden
üblicherweise von ihren erwachsenen Kindern finanziell unterstützt und versorgt.
Hat ein älterer Mensch keine Familie, ist er dazu verurteilt, auch im
fortgeschrittenen Alter zu arbeiten oder auf der Straße bis zu seinem Tode zu
betteln. In Indien gibt es keine Rente und keinerlei soziale Absicherung für
alte Menschen. Altenheime sind etwas noch völlig Unbekanntes.

Jamgon Kongtrul Rinpoches Vision
Als Jamgon Kongtrul Rinpoche 1987 zum ersten Mal die Gegend um die
Bezirkshauptstadt Kalimpong in West Bengal besuchte, war er zutiefst berührt
über die Situation der vielen mittel- und obdachlosen Frauen und Männer, denen
er begegnete. Besonders erschütterte ihn der Zustand der zum Teil über 70 Jahre
alten Menschen, die sich am Straßenrand mühsam mit dem Zerkleinern von Steinen
für den Straßenbau durchschlugen. Ihr gesundheitlicher und psychischer Zustand
war elend und trostlos. Die meisten von ihnen waren krank und verlassen.
Diese Begegnung veranlasste Jamgon Kongtrul eine Einrichtung zu gründen, in der
diese Menschen in einer warmherzigen Atmosphäre und in Sicherheit ausreichend
gesunde Nahrung, Kleidung, Pflege und soziale Unterstützung erhalten sollten.
Das Jamgon Kongtrul Altenheim
1993 wurde ein Anwesen in Kalimpong gefunden, das den Ansprüchen einer solchen
Einrichtung genügte: in Kalimpong ist das Klima fast ganzjährig angenehm und es
gibt ein Krankenhaus und Ärzte verschiedener Fachrichtungen sowie Diagnose- und
Gesundheitseinrichtungen. Das Grundstück bot genügend Platz, um einen
Wohnkomplex mit zwölf Zweibettzimmern, vier Bädern und ausreichend Toiletten,
einem Speisesaal, einer Küche und einem Lagerraum zu errichten. Das Heim wurde
im Dezember 1995 eröffnet. Damals beherbergte es sieben alte Menschen und vier
Betreuer. Schnell wuchs die Zahl auf 21 alte Menschen und sechs Betreuer.

Das Heim steht mittellosen alten Menschen aller Bevölkerungsgruppen, - Inder,
Nepalesen und Tibeter - Kultur- und Glaubensrichtungen offen. Es wird Wert
darauf gelegt, dass kulturelle Traditionen und Bräuche gegenseitig respektiert
werden. Obwohl das Heim durch eine buddhistische Organisation getragen wird und
der Tempelraum buddhistisch ausgerichtet ist, werden die BewohnerInnen dazu
ermutigt, ihren persönlichen religiösen Traditionen und Überzeugungen zu folgen.
Die Lebensqualität im Heim wird ausschließlich an der Zufriedenheit seiner
Bewohner, die alle älter als 70 Jahre sind, gemessen. Das gesamte Personal lebt
im Heim. Bewusst wird auf eine Institutionalisierung verzichtet und in der Tat
existiert hier eine warme, familiäre Atmosphäre.

Zusammenleben von Kindern und alten Menschen
1997 begann man, Kinder in das Altenheim aufzunehmen und zu integrieren. Die
Interaktion zwischen den alten Menschen und Kindern erwies sich als sehr
inspirierend und fruchtbar: die Kinder bringen den alten, teilweise behinderten
Menschen die Mahlzeiten und gehen ihnen auch sonst zur Hand, während es die
Aufgabe der alten Menschen ist, darauf zu achten, dass die Kinder ordentlich
angezogen zur Schule gehen und ihre Hausaufgaben machen. Auch bei der Erziehung
der Kinder wirken sie tatkräftig mit. Die Anwesenheit der Kinder hebt den
Gemütszustand der älteren BewohnerInnen und schafft eine erfrischende und
wohltuende Atmosphäre.
Die Kinder kommen aus abgelegenen, verarmten Dörfern des Himalaya. Manche von
ihnen sind Waisenkinder oder wurden von ihren Eltern ausgesetzt. Die Kinder
gehen in die Jamgon Kongtrul IIIrd Memorial School. Es leben auch einige blinde
Kinder im Heim, die die Salvation Army Mary Scotts Blindenschule in Kalimpong
besuchen. Sehr viel Wert wird auf gesunde Ernährung gelegt. Einmal im Monat
kommt ein Arzt ins Heim, um sich über den Gesundheitszustand der alten
BewohnerInnen ein Bild zu machen. Da die alten Menschen häufig krank sind, sind
die Kosten für Medikamente entsprechend hoch.
Die Philosophie des Altenheimes ist es, aktive Nächstenliebe wirklich zu leben.
Deshalb kümmern sich alle BewohnerInnen - Betreuer, alte Menschen und Kinder -
stets um das Wohlergehen der anderen.
Der Bau eines weiteren Wohnheimes ist geplant, um die mittlerweile 41 alten Bewohner und Bewohnerinnen und die 30 Kinder angemessen unterbringen zu können. Die derzeitige Planung sieht Plätze für 60 alte Menschen vor.
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Jeder noch so kleine Betrag wird dringend benötigt und ist herzlich willkommen.
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