Tenzin Dorjee’s Bekenntnis 12 Anerkennung der Reinkarnation des Dritten Jamgon Kongtrul
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Die letzte Suche

   S.E. der 4. Jamgon Kongtrul Rinpoche zusammen mit seinem Vater, Yab Gonpo
S.E. der Vierte Jamgon Kongtrul Rinpoche
zusammen mit seinem Vater, Yab Gonpo

Am 6. August gegen drei Uhr nachmittags verließ die Suchgruppe das Kloster Tsurphu. Sie holten Sonam Chopel in Lhasa ab und reisten in Richtung Kha Ra Shang weiter, wo sie gegen halb sieben eintrafen. Der Ort lag unterhalb des schwarzen Berges.  Die Nacht verbrachten sie bei einer Familie in der Umgebung.

Gegen sechs Uhr am nächsten Morgen teilten sie sich wieder in zwei Gruppen auf. Wieder wollten sie eine detaillierte Suchen aufnehmen. Sie wollten alle Kinder aufsuchen, die im vorigen Jahr des Schweins geboren waren, Fotos machen und ihre Einzelheiten  notieren. Tenzin Dorjee und Lama Nyima übernahmen das Gebiet um die Kha Ra Gom Chung Höhle und Sonam Chopel und Didi das Gebiet um das Kloster Kha Ra Yong Dzin. Sie suchten ausgedehnt vier Tage lang und legten jeden Tag eine Entfernung von 20 bis 25 Kilometern zurück, wobei sie vier große Dorfgemeinschaften dieser Gegend miteinbezogen. Insgesamt fanden sie 117 kleine Jungen, die zu verschiedenen Zeiten im letzten Schweinejahr geboren waren. Einige dieser Jungen hatten acht Familienmitglieder und waren näher zum Ende des Jahres geboren. Jedoch passte nichts anderes mit Karmapas Vorhersage zusammen. An keinem dieser Orte sahen sie die Berge vor sich. Der schwarze Berg lag immer hinter ihnen. Die Orte, die sie aufsuchten, wiesen keinerlei Ähnlichkeit mit Karmapas Beschreibung auf.

Es war mühsam und anstrengend. Die Sonne brannte heiß, das Gelände war steil und gebirgig. Sie alle waren erschöpft und Lama Nyima litt unter starken Zahnschmerzen.

Frühmorgens am 11. August machten sie sich auf den Weg zurück nach Tsurphu. Unterwegs beschlossen sie, das Dorf im Chushur-Distrikt ein zweites Mal zu besuchen, wo sie in der vergangenen Woche das Baby gefunden hatten, auf das sie so große Hoffnung setzten. Als sich ihr Wagen dem Dorf näherte, kamen sie an vier jungen Frauen vorbei. Unter ihnen war die Mutter des Babys, das ihr Interesse geweckt hatte. Es war noch früh, etwa halb acht Uhr. Und sie beschlossen, an der zweiten der beiden Teestuben anzuhalten um Tee zu trinken. In der Teestube sahen sie ein Foto des Großvaters des Babys auf einem offiziellen Aushang an der Wand.  Die Teestube gehörte der Familie des Babys.

Die Ereignisse an diesem Morgen waren gut und, der Tradition nach, sogar Glück verheißend.

Sie beschlossen, ein bisschen Zeit in dem Dorf zu verbringen. Sie erkundigten sich bei den Dorfbewohnern nach Kindern, die im letzten Schweinejahr geboren worden waren. Es wurde ihnen noch mal bestätigt, dass es außer dem Baby, das sie in der vorigen Woche getroffen hatten, kein anderes gebe.

Tenzin Dorjee erinnerte sich dann an den kleinen Jungen, der im Dorf weiter unten im letzten Jahr geboren war und beschloss, dass sie ihn alle aufzusuchen sollten. Das Kind war aber am Anfang des Schweine-Jahres geboren und nichts anderes passte mit Karmapas Prophezeiung zusammen. 

Sie kehrten sofort nach Tsurphu zurück. Sie trafen gegen fünf Uhr nachmittags ein und gingen gleich zu Karmapa, der sehr entspannt wirkte. Sie berichteten ihm alles und zeigten ihm die Liste mit den Namen und Einzelheiten der Kinder, die sie getroffen hatten. Er fragte: "Ist das alles?". Vor ihm lagen die neue, sowie die anfängliche Liste. Karmapa ging beide kurz durch und machte einen Punkt hinter den Namen des Babys, das sie in der Woche davor in Sehmed Hsien in Chushur Dzong getroffen hatten. Es war schon spät und Karmapa forderte sie auf, sich für den Abend zurückzuziehen, da sie alle sehr erschöpft aussahen.

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